Das erste Heimspiel in der Geschichte der Kickers, als Teil der Stadtoberliga Dresden, bescherte einem gleich das ambitionierte Team vom FV Dresden Süd-West.
Die Gäste übernahmen auch von Anfang an die Initiative und versuchten von Beginn an, ihr offensiv variables Positionsspiel aufzuziehen. Das gelang ihnen auch, aber die Defensive der Kickers machte mit viel Laufarbeit im gesamten Spiel die Bemühungen häufig einen Strich durch die Rechnung. Nichts desto trotz kamen die Süd-Westler zu dem ein oder anderen Abschluss, welche aber häufig aus eher unvorteilhaften Schusswinkeln erfolgten. Die Kickers versteckten sich aber offensiv nicht, sondern versuchten über schnelles vertikales Spiel gefährlich zu werden. Und auch hier kam es zu einigen mal mehr, mal weniger gefährlichen Abschlüssen. Den ersten Treffer erzielte dann aber der Vorjahres-Sechste. Nach einem clever herausgeholten Elfmeter ging man in Führung und man versuchte danach auf dem Gaspedal zu bleiben. Es entwickelte sich, bis zur Halbzeit, ein munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten.
Die zweite Hälfte benötigte etwas Zeit. Bei der Heimelf machten sich zunehmend verletzungsbedingte Wechsel bemerkbar. Es musste im Laufe der zweiten Halbzeit immer wieder umgestellt werden und der Spielfluss und die Defensive Ordnung ging etwas verloren. Nach knapp einer Stunde wurde der Sportplatz an der Saalhausener Straße aber wieder wachgeküsst. Aus dem Gefühl heraus bewies Neuzugang Toni Frenzel ein feines Gespür und einen Fuß und konnte aus ca. 13 Metern den Ball im rechten Knick unterbringen. Ein zu diesem Zeitpunkt eher unerwarteter Ausgleich. Vielleicht führte das zur Sorglosigkeit. Vom Anstoß weg konnte der Innenverteidiger der Gäste den Ball in die Kickers Hälfte treiben und einen feinen Steckpass spielen, uneigennützig legte der Flügelspieler quer und der Stürmer zur erneuten Führung einschieben. Davon erholten sich die Kickers lange nicht und es folgte nach einer, zugegeben perfekt gespielten, Ecke das vorentscheidende 3:1. Die Kickers gaben allerdings nie auf und das Spiel wurde wieder etwas wilder. Chancen gab es auf beiden Seiten und wurden auch genutzt. Zunächst erhöhten die Gäste noch auf 4:1, ehe Schubert fünf Minuten vor Schluss zum 4:2 traf.
Jetzt heißt es wortwörtlich Wunden lecken und die Verletzten wieder auf den Platz bringen. Bei einigen, das wissen wir schon, wird es aber leider etwas länger dauern. Gute Besserung !
