Das Trainerduo der 2. Männer im großen Interview

„Wir stehen zusammen, wir fallen zusammen“

Erik Hanns

Zwei Männer, ein Weg, ein Ziel: Cheftrainer Erik und sein Co-Trainer Andi führen gemeinsam die 2. Mannschaft der Löbtauer Kickers – und das mit Leidenschaft, Herz und einer Menge Teamgeist. In unserem ausführlichen Gespräch sprechen sie über ihren Werdegang, die besonderen Momente als Trainer, den Teamcharakter – und ihre Ziele für die neue Saison in der Stadtliga B.

Erik, wie bist du Trainer der 2. Männer der Löbtauer Kickers geworden?

„Ich bin damals von Zschachwitz zu den Kickers gekommen – zu dem Zeitpunkt noch als aktiver Spieler. Leider hat mich dann eine schwere Verletzung ausgebremst. Aber anstatt ganz aufzuhören, habe ich mich dem Traineramt gewidmet. Der Verein hat mir das Vertrauen geschenkt und mir die Chance gegeben, die Zweite zu übernehmen. So bin ich zu meiner heutigen Aufgabe gekommen – und bin sehr dankbar dafür.“

Und wie funktioniert die Zusammenarbeit mit deinem Co-Trainer Andi?

„Andi und ich funktionieren als Team echt richtig gut. Wir sind auf Augenhöhe, verstehen uns privat wie auch auf dem Platz super – das passt einfach. Interessant ist, dass wir beide ein ähnliches Schicksal teilen: Wir sind beide durch eine schwere Verletzung überhaupt erst zum Trainerjob gekommen. Und wir sind da beide gut reingewachsen. Ich bin mittlerweile etwas ruhiger geworden, nicht mehr ganz so hitzig wie früher. Für Andi war es jetzt die erste Saison als Co – aber er hat sich schnell eingefunden. Wir ergänzen uns echt stark, und ehrlich: Ich könnte mir keinen besseren an meiner Seite vorstellen.“

Andi ergänzt:

„Ich war bis vor zwei Jahren noch Spieler bei der Zweiten. Dann kam meine Verletzung – und ich wusste erstmal gar nicht, ob es für mich im Fußball überhaupt noch weitergeht. Erik hat mir dann angeboten, als Co-Trainer einzusteigen. Klar, es fällt mir manchmal schwer, nur zuzuschauen – aber ich bin froh, dass ich Teil dieses Teams bleiben darf. Unsere Freundschaft hat unter der Zusammenarbeit nie gelitten – das ist nicht selbstverständlich. Im Training teilen wir uns viele Aufgaben, aber am Spieltag ist Erik der Gesamtorganisator, und ich bin eher für die taktischen Dinge und den lauteren Part an der Seitenlinie zuständig.“

Was macht die Mannschaft für euch so besonders?

Erik:

„Was uns ausmacht, ist schwer in Worte zu fassen – wir sind ein Haufen Charakterköpfe. Da gibt’s ruhige Typen, Feierbiester, ehrgeizige Maschinen – alles dabei. Und trotzdem funktioniert es. Auf dem Platz und daneben. Das ist das Entscheidende: Wir haben einen starken Zusammenhalt, der über das Spielfeld hinausgeht. Das merkt man an den Mannschaftsabenden, Ausfahrten oder auch einfach im Alltag.“

Andi:

„Ich habe mit vielen Jungs noch selbst zusammengespielt – da ist eine gewisse Bindung da. Und ich weiß, wie sie ticken. Die Truppe ist verrückt, aber genau das ist ihre Stärke. Man kann sich aufeinander verlassen – und jeder bringt seine Persönlichkeit mit ein. Das macht die Arbeit mit ihnen so besonders.“

Gibt es Momente, die euch als Trainer emotional besonders berührt haben?

Erik:

„Der Aufstieg in dieser Saison war ein Riesending. Vor allem, weil es so ein Showdown am Ende war – da hat jeder gemerkt, was alles möglich ist, wenn man zusammenhält. Aber auch mein erstes Spiel als Trainer, besondere Trainingseinheiten oder ein emotionales Abschiedsspiel bleiben hängen. Es gibt viele Augenblicke, die ich nie vergessen möchte.“

Andi:

„Für mich war das Derby gegen Hafen als Spieler ein Highlight – 17 Uhr Anstoß, voller Platz, Gänsehaut-Stimmung. Ich habe das 1:0 gemacht und wir gewinnen am Ende 4:0. Solche Spiele vergisst du nicht. Als Co-Trainer war es ganz klar der Aufstieg, aber auch das 3:3 gegen Borea in der Rückrunde – das war taktisch und kämpferisch eine Meisterleistung. Und dann unsere Mannschaftsfahrt nach Prag – 18 Mann, alle kamen heil zurück. Großartig!“

Wie geht ihr mit schwierigen Phasen oder Niederlagen um?

Erik:

Die haben alle Teams. Bei uns ist es witzigerweise oft im Frühjahr – sobald die Sonne rauskommt, scheint die Trainingsbeteiligung zu leiden. (lacht) Bei Niederlagen fragen wir uns immer: War’s verdient oder nicht? Wenn wir’s selbst verbockt haben, gibt’s auch mal eine klare Ansage oder Straftraining. Aber wir nehmen aus jeder Situation etwas mit – das ist für uns das Wichtigste.“

Co Trainer Andi

Andi:

„Ich war schon als Spieler kein guter Verlierer – und bin es auch heute nicht. Aber ich versuche, nach dem Spiel erstmal ruhig zu bleiben. Im direkten Gespräch mit der Mannschaft suchen wir dann das Positive. Klartext gibt’s dann im Training. Ich selbst brauche ein, zwei Tage, bis ich eine Niederlage verarbeitet habe.“

Was ist euch im Training besonders wichtig?

Erik:

„Struktur. Disziplin. Und dass sich jeder individuell weiterentwickelt. Wir versuchen, die Jungs immer wieder zu fordern – und gleichzeitig Raum für Teamdynamik zu lassen.“

Andi:

„Ich will, dass jeder so nah wie möglich an 100 % kommt. Dann darf auch mal gelacht werden – das gehört dazu. Aber wenn dann fünfmal in Folge ein Außenristpass schiefgeht und trotzdem weiter probiert wird – da platzt mir der Kragen.“ (lacht)

Gab es Spieler, die euch zuletzt besonders beeindruckt haben?

Erik:

„Zino war der Wahnsinn – der hat letztes Jahr einfach mal die Liga auseinandergenommen. Hübi hat jede Minute in dieser Saison gespielt – unfassbare Konstanz. Aber am Ende war es der gesamte Kader, der dafür gesorgt hat, dass wir so erfolgreich waren. Und das ist das Entscheidende.“

Andi:

„Natürlich hab ich Lieblingsspieler – aber die nenne ich hier nicht. (grinst) Was mich wirklich beeindruckt hat: Nach unserer Negativserie in der Rückrunde hat die Mannschaft sich selbst zusammengerissen und nochmal richtig Gas gegeben. Das zeigt Charakter.“

Was sind eure Ziele für die neue Saison in der Stadtliga B?

Erik:

„Erstmal ankommen. Es ist eine neue Liga, neue Gegner, andere Herausforderungen. Wir wollen uns im gesicherten Mittelfeld etablieren – so zwischen Platz 5 und 7. Wenn wir gut reinstarten, ist viel möglich. Wir sind bereit.“

Andi:

 „Ich will jedes Spiel gewinnen – das ist mein Anspruch. Was am Ende dabei rauskommt, wird man sehen. Aber wir wollen zeigen, dass wir zurecht in der Stadtliga B spielen. Wenn’s besser läuft als erwartet – umso schöner.“

Wenn ihr das Team in drei Worten beschreiben müsstet?

Erik:

 „Mannschaft. Teamgeist. Ehrgeiz. Und… Sauhaufen – im besten Sinne.“ (lacht)

Andi:

„Leidenschaftlich, ehrgeizig und manchmal unberechenbar.“

 

Zum Schluss: Gibt’s einen Spruch, der euch besonders beschreibt?

Andi:

„Ich weiß nicht, ob es heute noch vorm Spiel gesagt wird, aber zu meiner Zeit als Spieler hieß es immer: ‚Wir stehen zusammen, wir fallen zusammen – Löbtauer Kickers!‘ Und ganz ehrlich: Das bringt’s bis heute auf den Punkt.“

 

Ein ehrlicher Blick hinter die Kulissen der 2. Männer der Löbtauer Kickers.
Danke an Erik und Andi für ihre offenen Worte – und viel Erfolg für die neue Saison in der Stadtliga B!

FV Löbtauer Kickers 93
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